Heilen mit Wasser - Vollbäder


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Ein Vollbad ist eine sehr intensive Anwendung und wird nicht von jedem vertragen.

Menschen mit starken Kreislaufproblemen oder sehr schwache Menschen sollten das Vollbad meiden und stattdessen eher Halbbäder, Sitzbäder oder andere Teilbäder anwenden. Wenn sich ihr Zustand gebessert hat, können sie sich in Rücksprache mit dem Arzt an Vollbäder wagen.

Beim Vollbad wird der ganze Körper mit Ausnahme des Kopfes ins Wasser getaucht, man legt sich in die Badewanne hinein.

Kaltes Vollbad

Ein kaltes Vollbad ist die intensivste Wasseranwendung und dient der Abhärtung und allgemeinen Kräftigung.

Kalte Vollbäder sollten nur von relativ kräftigen Menschen durchgeführt werden.

Man muss aber nicht unbedingt kerngesund sein, um von kalten Vollbädern zu profitieren, denn schon Kneipp selbst hat mit kalten Bädern im Fluss seine bereits fortgeschrittene Tuberkulose erfolgreich behandelt.

Wichtig ist jedoch, dass man kalte Vollbäder nur in Rücksprache mit dem Arzt durchführt.

Durchführung

Beim kalten Vollbad legt man sich für 6 bis 20 Sekunden in kaltes Wasser. Kneipp hat sogar den Wasser-Aufenthalt bis zu 1 Minute empfohlen, aber heutzutage sind die Menschen empfindlicher in Hinblick auf kaltes Wasser, weshalb die empfohlene Anwendedauer verkürzt wurde.

Nach dem kalten Vollbad soll man sich ohne Abtrocknen zügig anziehen und leicht bewegen, bis man getrocknet und vollständig erwärmt ist.

Man soll sich deshalb nicht abtrocknen, weil Abtrocknen durch die Reibung mit dem Handtuch zu einer ungleichmässigen Trocknung führt. Durch ungleichmässiges Trocknen kann es zu unerwünschten Reizen auf den Körper kommen.

Warmes Vollbad

Warme Vollbäder sind für schwächliche, sehr junge und stark verkrampfte Menschen geeignet. Auch bei Rheuma und ähnlichen Erkrankungen, die durch Kälte verschlimmert werden, kann das warme Vollbad die geeignete Anwendung sein.

Ein warmes Vollbad schwächt, weshalb es normalerweise nicht der Stärkung dienen kann. Man kann es jedoch zur Entspannung und Lösung von Verkrampfungen einsetzen. Durch die entspannende Wirkung kann das warme Vollbad jedoch bei sehr nervösen und verkrampften Menschen eine indirekte Stärkung bewirken.

Da ein warmes Vollbad länger dauert als ein kaltes Bad, lohnt es sich, dem Wasser Badezusätze wie Kräuter, Erden oder ätherische Öle beizufügen, um die förderliche Wirkung zu verstärken. Von der Wahl der beigefügten Kräuter hängt auch ab, welche gesundheitliche Beschwerden damit behandelt werden können. Beispielsweise eignet sich ein Haferstrohbad bei Steinleiden oder Gicht, ein Fichtennadelbad ist geeignet zur Verbesserung der Atmung und zur Förderung der Durchblutung.

Durchführung

Ein warmes Vollbad kann bei 28°C Wassertemperatur bis 25-30 Minuten dauern und bei 36°-38°C etwa 10 bis 20 Minuten.

Im Anschluss sollte eine kurze Kaltanwendung folgen, beispielsweise kaltes Abduschen oder eine kalte Abwaschung. Durch diese Kaltanwendung wird die Wirkung des warmen Bades intensiviert und seine Schwächung etwas abgemildert.

Danach sollte man sich gut zugedeckt ins Bett legen und dort für 1 bis 1,5 Stunden verweilen und ausruhen. Das warme Vollbad kann in dieser Zeit seine volle Wirkung entfalten.

Siehe auch: Vollbad - Halbbad - Sitzbad - Fussbad - Armbad - Badezusätze

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