Heilen mit Wasser - warm oder kalt?


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Bei Wasseranwendungen spielt es eine wichtige Rolle, ob das Wasser warm oder kalt angewendet wird.

Je nach Temperatur der Anwendung ist die Wirkung auf den Körper nämlich sehr unterschiedlich.

Bei den klassischen kneippschen Anwendungen spielen kalte Güsse und andere Kaltwasseranwendungen eine wichtigere Rolle als Warmwasser-Anwendungen, aber heutzutage wird auch warmes Wasser gerne angewendet, vor allem für Bäder.

Als Faustregel kann man nach dem eigenen Gefühl gehen, ob man eine Wasserbehandlung lieber mit warmem oder kaltem Wasser durchführt. Man kann auch warmes oder kaltes Wasser kurz ausprobieren, und sich dann dafür entscheiden, was sich besser angefühlt hat.

Es gibt jedoch auch einige generelle Unterschiede bei der Wirkung von kaltem oder warmem Wasser.

Warme Anwendungen (32°C bis 37°C)

Warme Anwendungen erwärmen direkt, sie entspannen und beruhigen, was sie für Anwendungen gegen Verkrampfungen sehr hilfreich wirken lässt.

Auch chronische Entzündungen können durch warme Anwendungen aktiviert werden, sodass sie bei guter Weiterbehandlung die Chance einer Heilung verbessern.

Bei akuten Entzündungen mit Hitzeentwicklung sind Wärmeanwendungen hingegen eher ungünstig.

Besonders schlanke oder sehr schwache Menschen brauchen häufig warme Anwendungen, wenn andere zur Behandlung eines vergleichbaren Problems eine kalte Anwendung brauchen.

Bei warmen Bädern sollte man Schluss immer eine kurze Kaltanwendung folgen, um die Wirkung des warmen Baden noch zu verstärken.

Kalte Anwendungen (bis 18°C

Kalte Anwendungen führen überschüssige Wärme ab, wärmen aber indirekt durch eine reaktive Steigerung der Durchblutung. Kalte Anwendungen wirken eher belebend, können aber bei starker Nervosität auch beruhigen.

Die Wirkung von kalten Anwendungen ist etwas schwieriger zu verstehen, weil es einerseits zu der direkten Kühlwirkung kommt und andererseits aber auch zur Reaktion des Körpers, die mit stärkerer Durchblutung einhergeht.

Kalte Anwendungen eignen sich zur Behandlung akuter Entzündungen und frischer Verletzungen, wie beispielsweise Verstauchungen.

Ausserdem eignen sich kalte Anwendungen, um den Körper abzuhärten und somit zu stärken. Man wird allgemein lebendiger und aktiver und die Selbstheilungskräfte haben mehr Kraft, um den Körper gesunden zu lassen.

Kalte Anwendungen sollte man nur vornehmen, wenn der Körper vorher warm ist. Ist dies nicht der Fall, muss der Körper beziehungsweise die betreffende Körperstelle (z.B. Füsse) zuvor erwärmt werden, sei es durch Bewegung oder eine warme Anwendung.

Muskulöse und kräftig gebaute Menschen, sowie Menschen, die viel schwitzen, brauchen im Zweifelsfall eher eine kalte Anwendung als Wärme.

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