Heilen mit Wasser - Oberguss


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Obergüsse sind intensive Anwendungen, die man als Steigerung des Brustgusses betrachten kann.

Bei einem Oberguss werden die Arme und der ganze Oberkörper begossen.

Da ein Oberguss einen intensiven Reiz darstellt, sollte man vor der Anwendung einen Arzt zu Rate ziehen.

Nutzen

Der Oberguss wirkt abhärtend und stärkend.

Ausserdem wirken Obergüsse Schleim auflösend und ausleitend, sodass man ihn gegen chronischen, festsitzenden Husten einsetzen kann.

Man kann Obergüsse gegen folgende Gesundheitsbeschwerden anwenden:

  • Abwehrschwäche
  • Kälteempfindlichkeit
  • Kreislaufschwäche
  • Niedriger Blutdruck
  • Chronischer Husten
  • Schwache Oberkörpermuskeln
Achtung! Bei Lungen- und Herzerkrankungen sollte man vor einem Oberguss den Arzt befragen. Bei Gefässkrämpfen sollte man keine Obergüsse anwenden.

Durchführung

Der Oberguss wird folgendermassen durchgeführt:

Für den Oberguss braucht die Hilfe einer weiteren Person.

  • Beim Oberguss muss man sich vollständig entkleiden oder man entkleidet nur den Oberkörper und schützt die Beinbekleidung mit einem Handtuch.
  • Für den Oberguss beugt man sich möglichst weit und tief über die Badewanne und stützt sich mit den Händen auf.
  • Zum Giessen kann man eine Giesskanne, einen speziellen Schlauch oder einen Duschschlauch ohne Brauseaufsatz verwenden.
  • Das Giessen beginnt am rechten Handrücken.
  • Langsam giesst man aussen am Arm entlang bis zu den Schultern.
  • Anschliessend bewegt man den Giessstrahl am inneren Arm entlang wieder nach unten.
  • Als nächstes wird der linke Arm auf die gleiche Weise begossen, auch wieder von Aussen nach Innen.
  • Dann giesst man mit mehreren kreisförmigen Bewegungen über die Brust. Bei Frauen wählt man die Form einer Acht, um die Brüste auszusparen.
  • Schliesslich bewegt man den Giessstrahl von der rechten Brustseite aus zum Rücken.
  • Den Rücken begiesst man möglichst breitflächig, sodass das Wasser sanft über den Rücken fliesst. Hierbei ist es nötig, dass man sich so tief runterbeugt, dass das Wasser nicht nach unten in die Hose läuft. Der Helfer hält eine Hand auf den Nacken, damit das Wasser nicht in die Haare läuft.
  • Ausser dem Rücken wird auch der Hals gründlich begossen.
  • Am Schluss giesst man am linken Arm aussen entlang nach unten.
Bevor man sich erstmals an den Oberguss wagt, sollte man zuerst einige Brustgüsse und Rückengüsse oder Oberkörperwaschungen durchführen. Erst wenn man sich an die Brustgüsse gewöhnt hat, kann man zum intensiveren Oberguss übergehen.

Nach dem Guss trocknet man sich nicht ab, sondern streift das Wasser ab, zieht sich zügig an und lässt den Körper bei leichter Bewegung trocknen. Nur eventuell nass gewordene Haare sollte man abtrocknen.

Man kann den Oberguss auch mit dem Knieguss kombinieren.

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